Fit fürs neue Schuljahr
Mit dem Schulstart kehren nicht nur Stundenpläne und Hausaufgaben zurück. Auch Infektionen, Parasiten und schulischer Stress gehören zum Alltag vieler Kinder. So gelingt ein gesunder Start ins Schuljahr.
Während in einigen Bundesländern die Sommerferien bereits zu Ende sind und viele Schülerinnen und Schüler wieder die Schulbank drücken, genießen andere noch die letzten Ferientage. Doch auch dort rückt der Schulstart näher. Neben neuen Lehrkräften, Fächern und Herausforderungen bringt die Rückkehr in den Schulalltag oft auch gesundheitliche Belastungen mit sich.
Wenn sich Infekte rasant verbreiten
Ob Kindergarten oder Schule: Ist heute ein Kind krank, folgen oft schon wenige Tage später weitere Fälle. Der Grund liegt vor allem im Verhalten von Kindern. Während Erwachsene bei Krankheitssymptomen eher Abstand halten, spielen Kinder eng miteinander, stecken die Köpfe zusammen und vergessen Hygieneregeln schnell wieder.
Hinzu kommen die Bedingungen im Schulalltag: Viele Stunden verbringen Kinder in geschlossenen Räumen, oft bei trockener Luft und engem Kontakt zu ihren Mitschülerinnen und Mitschülern. So haben Krankheitserreger leichtes Spiel.
So lassen sich Infektionen vermeiden
Im Herbst nehmen Erkältungen, Magen-Darm-Infekte und die Hand-Mund-Fuß-Krankheit regelmäßig zu. Bei gesunden Kindern verlaufen diese Erkrankungen meist unkompliziert und können symptomatisch behandelt werden. Nach einigen Tagen Ruhe und Erholung sind die meisten wieder fit.
Das Ansteckungsrisiko lässt sich durch einfache Maßnahmen deutlich senken: regelmäßiges Händewaschen, korrektes Husten und Niesen, häufiges Lüften sowie das Vermeiden unnötig enger Kontakte bei Krankheitssymptomen.
Einen wichtigen Schutz bieten außerdem Impfungen gegen Krankheiten wie Windpocken, Mumps, Röteln, Influenza, Diphtherie, Keuchhusten oder Polio. Sie können schwere Verläufe verhindern und helfen, längere Ausfallzeiten in Schule oder Kindergarten zu vermeiden.
Für Menschen, die nach 1970 geboren wurden und in Gemeinschaftseinrichtungen betreut werden oder dort arbeiten, ist nach dem Masernschutzgesetz ein Impfnachweis oder eine nachgewiesene Erkrankung verpflichtend.
Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und regelmäßige Bewegung an der frischen Luft unterstützen zusätzlich die körpereigenen Abwehrkräfte.
Läuse und Würmer: Häufig, aber kein Hygienemangel
Kopfläuse und Wurmerkrankungen gehören zu den häufigsten Themen im Apothekenalltag. Entgegen weitverbreiteter Vorurteile sind sie meist kein Zeichen mangelnder Hygiene, sondern werden durch engen Kontakt oder alltägliche Übertragungswege weitergegeben.
Ein starker Juckreiz, besonders hinter den Ohren, kann auf Kopfläuse hindeuten. Bei genauerem Hinsehen lassen sich häufig Läuse oder Nissen entdecken. Da sich die Parasiten schnell vermehren, sollte die Behandlung mit einem zugelassenen Läusemittel möglichst zeitnah erfolgen.
Bauchschmerzen und starker Juckreiz im Analbereich können dagegen auf eine Wurmerkrankung hinweisen. Gewissheit bringen eine Stuhlprobe oder ein sogenannter Tesafilmtest. Neben der medikamentösen Behandlung (ärztlich verordnete Antihelmintika) ist konsequente Hygiene besonders wichtig: gründliches Händewaschen, kurze Fingernägel und das Waschen körpernaher Wäsche bei mindestens 60 Grad.
Sowohl bei Läusen als auch bei Wurmerkrankungen muss die Behandlung nach der empfohlenen Zeit wiederholt werden, um nachgeschlüpfte Parasiten zuverlässig zu beseitigen.
Mit Konzentration und Selbstvertrauen ins Schuljahr
Nicht alle Herausforderungen des Schulstarts sind körperlicher Natur. Vielen Kindern fällt es zunächst schwer, über längere Zeit konzentriert zu arbeiten, stillzusitzen oder sich an neue Regeln anzupassen. Besonders für Erstklässler bedeutet die Schule oft eine große Umstellung.
Manche Kinder reagieren mit Ängsten oder Stress. In späteren Schuljahren kann zusätzlicher Leistungsdruck entstehen, der sich negativ auf das Wohlbefinden auswirkt.
Meist legen sich diese Schwierigkeiten nach einigen Monaten von selbst. Dennoch sollten Eltern aufmerksam bleiben und bei Problemen frühzeitig das Gespräch mit Lehrkräften suchen. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Omega-3-Fettsäuren und B-Vitaminen kann die geistige Leistungsfähigkeit unterstützen. Nahrungsergänzungsmittel (z. B. Cefavit® B-complete KIDS, Cefaimmun® KIDS, EUNOVA® Schulhelden Gummies, Dr. Böhm Omega 3 Junior Direkt Sticks, Orthomol Omega-3 Junior, Doppelherz® system OMEGA-3 GEL-TABS family, Sanostol Multi-Vitamin Bärchen) können bei nachgewiesenem Mangel sinnvoll sein, ersetzen jedoch keine abwechslungsreiche Ernährung.