Der Einsatz von medizinischem Cannabis: Indikationen, Wirkweisen, Darreichungsformen

In Modul 2 unserer Learning Journey, „Der Einsatz von medizinischem Cannabis: Indikationen, Wirkweisen, Darreichungsformen“, betrachten wir die Wirkstoffe, Indikationen und Darreichungsformen von Phytocannabinoiden.

Insbesondere sehen wir uns die Wirkungen von THC und CBD an, den wichtigsten Inhaltsstoffen der Cannabispflanze, sowie das Endocannabinoid-System, das die Wirkungen von Cannabis im Körper erklärt. Darüber hinaus werden die medizinischen Anwendungen von Cannabis bei bestimmten Erkrankungen und Symptomen erläutert und die verschiedenen Darreichungsformen vorgestellt, damit du Kundinnen und Kunden in deiner Apotheke optimal dazu beraten kannst.

Anwendungsmöglichkeiten

Im ersten Blog des zweiten Moduls beschäftigen wir uns mit den unterschiedlichen Erkrankungen bzw. Symptomen, bei denen medizinisches Cannabis zum Einsatz kommen kann. Dazu gehören unter anderem chronische Schmerzen, Multiple Sklerose, Epilepsie, Übelkeit und Erbrechen, Appetitsteigerung bei HIV/AIDS- oder Krebspatienten sowie bestimmte psychische Störungen. Die Wirksamkeit und die Anwendungsgebiete von Cannabisarzneimitteln müssen jedoch noch eingehender untersucht und erforscht werden, da die Datenqualität je nach Indikation variieren kann. Es bedarf einer sorgfältigen Begründung, um von den Krankenkassen eine Genehmigung für die Therapie zu erhalten. Um das volle Potenzial von Cannabis und Cannabinoiden für verschiedene medizinische Zwecke zu erschließen, ist weitere Forschung erforderlich. 

Medizinisches Cannabis und seine Darreichungsformen

Der zweite Blog des Moduls betrachtet verschiedene Darreichungsformen wie die Inhalation, die orale Einnahme und die oromukosale Anwendung. Die Inhalation von Blüten mit einem Vaporisator sorgt für eine schnelle Wirkung, während die orale Einnahme von Extrakten eine verzögerte Wirkung hat, die aber länger anhält. Die Wahl der am besten geeigneten Form hängt von den individuellen Bedürfnissen der Patientinnen oder Patienten ab, wobei möglicherweise die Inhalation bei akuten Schmerzen und die orale Einnahme bei chronischen Schmerzen bevorzugt wird. Bei Bedarf kann auch eine Kombination beider Methoden in Betracht gezogen werden. Die Wahl der richtigen Darreichungsform sollte in Absprache mit einem Arzt getroffen werden, um eine optimale Wirksamkeit und Verträglichkeit der Therapie zu gewährleisten. 

Mehr Informationen zu den Möglichkeiten der Anwendung und ihren jeweiligen Besonderheiten findest du im zweiten Blog des zweiten Moduls unserer Learning Journey! 

Wie Cannabis wirkt: Das Endocannabinoid-System

Im dritten Blog des zweiten Moduls tauchen wir ein in die hochspannende Welt des Endocannabinoidsystems, das die vielfältigen Wirkungen von Cannabis auf den menschlichen Körper aufschlüsselt. Entdeckt wurde das Endocannabinoidsystem, als Forscher nach den Mechanismen hinter den Wirkungen von Cannabis suchten. Es handelt sich um ein komplexes Netzwerk von Rezeptoren, die im gesamten Körper verteilt sind. Die beiden wichtigsten Cannabinoidrezeptoren sind CB1 und CB2. Wenn Cannabinoide an diese Rezeptoren binden, beeinflussen sie verschiedene Funktionen wie Schmerzempfinden, Gedächtnis, Stimmung und Appetit. Die Verteilung der CB1- und CB2-Rezeptoren im Körper ist teilweise unterschiedlich, ebenso wie die Prozesse, in die sie involviert sind.

Was es mit dem Endocannabinoidsystem auf sich hat, wie es aufgebaut ist und funktioniert, erfährst du in „Wie Cannabis wirkt: Das Endocannabinoid-System“ dem spannenden dritten Blog des zweiten Moduls!