Resilienz: So stärkst du deine psychische Widerstandskraft
„Always look on the bright side of life“ – so sang die britische Komikertruppe Monty Python einst in ihrem Film „Das Leben des Brian“ immer dann, wenn die Lage ungemütlich wurde. Hilft es wirklich, die schlechten Nachrichten auszublenden?
Fest steht jedenfalls, dass Krisen zum Leben gehören, da ist es menschlich und in Ordnung, wenn uns ab und zu alles zu viel wird. Zum Glück gibt es Mittel und Wege, die eigene psychische Widerstandskraft zu stärken. Und es gibt ein Zauberwort: Resilienz.
Von „Resilienz“ hat man in den letzten Jahren immer wieder mal gehört und gelesen. „Resilienz“ leitet sich vom Lateinischen „resilire“ ab, was „abprallen“ oder „zurückspringen“ bedeutet. „Resilienz“ beschreibt die Fähigkeit, sich an Veränderungen anpassen zu können, Herausforderungen zu meistern und auf Probleme durch Verhaltensveränderungen zu reagieren. Kurz: Widerstandsfähiger zu werden und sich nicht so leicht unterkriegen zu lassen.
Widerstandskraft entwickeln
Einigen Menschen scheint diese innere Stärke in die Wiege gelegt zu sein. Scheinbar mühelos trotzen sie allem was kommt, und sei es noch so nervenaufreibend. Es gibt jedoch keinen Grund zu verzweifeln, wenn man selbst nicht zu dieser Sorte Mensch gehört. Denn Resilienz lässt sich entwickeln und stärken. Es gibt zahlreiche Methoden und Möglichkeiten, wie du es schaffst, in schwierigen Zeiten nicht den Mut zu verlieren, trotz aller Unwägbarkeiten positiv zu bleiben und gestärkt aus diesen Phasen herauszukommen. Dies gilt natürlich genauso für deine Kunden – vielleicht ergibt sich im Beratungsgespräch die Gelegenheit, sie an deinen Erkenntnissen und Erfahrungen beim Erwerb höherer Resilienz teilhaben zu lassen. Bestimmt werden Sie neugierig und später dankbar sein für deine Tipps.
Digital detox
Versuch´s mal mit einer speziellen Art von Entgiftungskur: Digital detox! Bei der momentanen Krisen Corona, Ukraine-Krieg, Energieknappheit, Inflation und der damit einhergehenden weltweit angespannten Lage macht es Sinn, sich Gedanken über den eigenen Nachrichtenkonsum zu machen. Tun dir die zahlreichen, Besorgnis erregenden Schlagzeilen gut? Viele von uns checken mehrmals täglich alle möglichen Kanäle – speziell auf dem Smartphone – auf ihren Newsgehalt. Schlechte Nachrichten wirken sich langfristig auf dein Denken aus, verursachen negative Gefühle und ziehen dich runter. Das beeinflusst nicht nur dein Wohlbefinden, sondern auch deine Leistungsfähigkeit – und zwar negativ. Das muss nicht sein. Natürlich macht es keinen Sinn, den Kopf in den Sand zu stecken und völlig uninformiert durch den Alltag zu gehen. Aber du musst auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn du nur einmal täglich, mitunter auch seltener, neue Informationen abrufst. Wenn du ein „Nachrichten-Junkie“ bist und partout nicht vom Smartphone lassen kannst, solltest du die unglaublichen Infos, die dir das Web täglich liefert, zumindest kritisch hinterfragen. Zum Beispiel anhand der folgenden Regeln:
Quelle kontrollieren: Wer hat die Nachricht veröffentlicht, handelt es sich um eine vertrauenswürdige Quelle? Wenn die Quelle unbekannt oder fragwürdig ist, solltest du vorsichtig sein und weitere Recherchen durchführen.
Fakten beleuchten: Werden die Informationen auch von anderen Quellen bestätigt? Nutze eine Suchmaschine, um nach ähnlichen Nachrichten und Berichten zu suchen, die die gleichen Fakten enthalten.
Datum überprüfen: Manchmal werden alte Nachrichten wiederverwendet oder aktualisiert, um neue Geschichten zu erstellen. Überprüf das Datum der Nachricht – ist es aktuell?
Sprache checken: Wenn die Sprache zu dramatisch oder alarmierend ist, schmälert das die Vertrauenswürdigkeit.
Überprüfen der Bilder: Sind sie manipuliert oder aus anderen Zusammenhängen genommen worden? Die Bildersuche von Suchmaschinen klärt, ob das Bild bereits auf anderen Websites verwendet wurde.
Suche Hilfe bei Faktenprüfungs-Websites: Es gibt viele Websites, die sich auf die Überprüfung von Nachrichten und Fakten spezialisiert haben, etwa correctiv.de oder die entsprechenden Seiten der öffentlich-rechtlichen Sender.

Zudem hilft es, ganz bewusst Social Media-Pausen einzulegen. Denn der ständige Vergleich des eigenen Daseins mit dem vermeintlich erfolgreichen, abenteuersatten und hauptsächlich in Designer-Lofts stattfindenden Leben von Influencern mit Superbody zeigt ein völlig falsches Bild der Realität. Und kann – so behaupten neuere Studien – die Neigung zu Depressionen verstärken. Denk immer dran: Was man da sieht, ist im oft genug Schein und Trug, nichts, woran man sich wirklich messen sollte. Wenn du dich also in schlechter Stimmung fühlst, lass dich nicht noch von Social Media runterziehen. Mach öfter mal eine Pause.
Übrigens: AMIRA versucht stets genau das Gegenteil, nämlich dich und deine Arbeit wertzuschätzen, dir Kraft, Stärke und neues Wissen zu vermitteln. Aber das hast du bestimmt schon selbst gemerkt...
Dein Dankbarkeits-Tagebuch
Wer sich immer nur auf das Negative konzentriert, sieht irgendwann die positiven Dinge nicht mehr. Darum versuche auch die schönen Seiten der Welt (wieder) für dich zu entdecken. Ein Dankbarkeitstagebuch kann dir dabei helfen. Notiere dir jeden Abend drei Erlebnisse, für die du dankbar bist. Schaue immer wieder in das Tagebuch hinein und du wirst sehen: Es gibt so Vieles, was dich antreibt, dir Freude bringt und dich aufmuntert.
Du kannst auch selbst auf einfache Weise für schöne Erlebnisse sorgen, die dazu nichts kosten. Ein Spaziergang in der Natur, der dich zur Ruhe kommen lässt, ein heißer Kakao vor dem Kamin oder ein Telefonat mit der besten Freundin lassen dich das Positive im Leben wieder genießen.
Aktiv die Stressresistenz erhöhen
Neben viel Bewegung und Sportarten wie beispielsweise Yoga, sind auch das Erlernen und Anwenden von Meditation, Achtsamkeitsübungen und Entspannungstechniken beliebte Methoden, um aktiv die eigene Resilienz zu erhöhen. Generell gilt: Dieses Feld ist so unglaublich weit, dass du kaum umhin kommst, selbst zu recherchieren und herauszufinden, was dir Spaß machen könnte. Im Anschluss kannst du einen Kurs, bei einem für die jeweilige Richtung ausgebildeten Trainer, belegen.
Oder doch eine Depression?
Dauernde Abgeschlagenheit, Schlafstörungen, nachlassende Leistungsfähigkeit, ständig negative Stimmung können allerdings auf eine Depression hinweisen. In diesem Fall ist ärztlicher Rat gefragt, nicht der des Personal Coachs. Wer den Verdacht hegt, dass eine Depression vorliegen könnte, sollte seinen Mut zusammennehmen und einen Neurologen oder Psychiater aufsuchen. Wenn sich dort herausstellt, dass alles halb so schlimm ist und das Resilienztraining ausreicht – umso besser!
Du siehst, die Möglichkeiten der Selbstfürsorge sind schier unendlich. Neben einer gewissen Akzeptanz für die Situation hilft es, Freundschaften zu pflegen und optimistisch zu bleiben. Und ganz wichtig: Den Humor nicht verlieren und auch mal wieder herzhaft lachen, Stichwort: „Always look on the bright side of life“.
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